Christian Dozzler & MvM

Christian Dozzler & MvM

""Darkest Night" - 13 tracks of exquisite acoustic Blues with virtuoso performances from both parties...these performances are faultless, you would not know that these weren’t seasoned Black Bluesmen playing on a cleaned up recording from the 20s."
– Blues Matters Magazine

Mit Darkest Night feiern zwei international anerkannte Blueskünstler, Christian Dozzler & Michael van Merwyk, ihr Debüt als Duo.

In einem Musiker aus dem deutschsprachigen Raum muss schon ein besonderes Talent stecken, um im Mutterland des Blues akzeptiert und geschätzt zu werden. Diese seltene Leistung ist sowohl Christian Dozzler wie auch Michael van Merwyk – bislang unabhängig voneinander – gelungen. 2012 trafen sich die beiden Europäer (die sich seit der gemeinsamen Arbeit am Larry Garner-Album Embarassment to the Blues kennen) dann aber zufällig in Memphis wieder und schmiedeten dort Pläne für ein gemeinsames Projekt. Nach einer ersten, erfolgreichen Europatournee zeigen diese zwei Spieler von Weltrang auf Darkest Night nun ihr ganzes Können.

Der gebürtige Wiener Christian Dozzler, mittlerweile in Dallas ansässig, ist ein hochgeschätzter Vertreter des Piano-Blues, der auch meisterhaft mit Mundharmonika und Akkordeon umgeht. Sein markantes Spiel schmückt unzählige Plattenproduktionen aus den vergangenen 30 Jahren, u.a. von den eigenen Kapellen Mojo Blues Band bzw. Christian Dozzler‘s Blues Wave oder auch Alben von Hans Theessink, Magic Slim u.v.a. 2008 wurde er bei den Blues Critic Awards (US) in der Kategorie „Best Blues Pianist“ nominiert. Sein Partner, der deutsche Multi-Instrumentalist Michael van Merwyk, sammelte zunächst bei Hunderten von Auftritten in seiner Heimat Erfahrung und konnte in den letzten Jahren dann die internationale Bühne im Sturm erobern. Dabei führte sein Weg von Paris nach Moskau und bis in die USA. 2013 gewann er mit seiner Band Bluesoul den zweiten Preis bei der renommierten International Blues Challenge – die höchste Platzierung einer europäischen Band in der Geschichte dieses Wettbewerbs.

Auf Darkest Night präsentieren die beiden Zweimetermänner handgemachten Akustikblues vom Feinsten. Unter den insgesamt 13 Titeln befindet sich u.a. auch die eine oder andere in Vergessenheit geratene Bluesrarität, teilweise mit knapp 100 Jahren auf dem Buckel. Das Duo zeigt also einen tiefen Respekt für die Tradition – möchte aber keineswegs in der Vergangenheit stehen bleiben. „Wir haben beide eine Vorliebe für ‚real old school blues‘ wie Tampa Red, Blind John Davis, Lonnie Johnson, Otis Spann“, stellt van Merwyk klar. „Wir sind aber keine Retro-Musiker, die alte CDs kopieren, sondern haben beide ‚live‘ von unterschiedlichen Bluesspielern gelernt und finden, dass Blues eine lebendige und kreative Kultur ist.“

So haben sie an einem Tag bei einer lockeren Aufnahmesession auch auf etlichen Titel aus eigener Feder zurückgegriffen. Mehrere von Dozzler komponierten Stücke, wie bspw. „Long Cold Winter“ oder „I Can‘t Sleep“, setzen auf die Geschicklichkeit und Kraft seines Pianospiels im Barrelhouse-Stil; von der feinfühligen Akustikgitarre van Merwyks abgerundet erwecken sie den Geist solch legendärer Duos wie Big Maceo Merriweather & Tampa Red oder Leroy Carr & Scrapper Blackwell. Seine Ballade „A Million Miles“ erklingt dafür wesentlich moderner und suggeriert sogar die Country-Koryphäe Willie Nelson. (Das Jahrzehnt in Texas hat bei Dozzler offenbar abgefärbt.) Zu den Songbeiträgen von van Merwyk zählt die groovende Uptempo-Nummer „Good Lovin‘“ wie auch das denkwürdige, von Larry Garner mit verfasste „Ain‘t No Bluesman“. Fast noch beeindruckender ist der elegante, von Herzen kommende Titelsong „Darkest Night“: Hier wird der sehnsuchtsvolle Klang der Lapsteel-Gitarre subtil und effektiv vom Piano unterstützt. Das ausgelassene Instrumentalstück „Sir Wilson‘s Bounce“ beschwört dagegen den Boogie-Woogie-Geist der 1940er und macht Lust auf mehr.

Nach der Veröffentlichung von Darkest Night im Mai 2014 machen sich Dozzler & van Werwyk unter dem Motto „Four Meters of Blues“ auf den Weg und touren erneut ausführlich durch Europa. Auch live wird durch ihren gekonnten Umgang mit älteren Bluesjuwelen und neuen, eigenen Stücken eines deutlich: Diese beiden Musiker sind nicht nur groß, sondern auch großartig.

(Vincent Abbate, März 2014)

Musicians:

Christian Dozzler

vocals, piano, harp

Der gebürtige Wiener Christian Dozzler, mittlerweile in Dallas ansässig, ist ein hochgeschätzter Vertreter des Piano-Blues, der auch meisterhaft mit Mundharmonika und Akkordeon umgeht. Sein markantes Spiel schmückt unzählige Plattenproduktionen aus den vergangenen 30 Jahren, u.a. von den eigenen Kapellen Mojo Blues Band bzw. Christian Dozzler‘s Blues Wave oder auch Alben von Hans Theessink, Magic Slim u.v.a. 2008 wurde er bei den Blues Critic Awards (US) in der Kategorie „Best Blues Pianist“ nominiert.

Christians Website

Michael van Merwyk

vocals, acoustic guitar, weissenborn

Der deutsche Multi-Instrumentalist Michael van Merwyk sammelte zunächst bei Hunderten von Auftritten in seiner Heimat Erfahrung und konnte in den letzten Jahren dann die internationale Bühne im Sturm erobern. Dabei führte sein Weg von Paris nach Moskau und bis in die USA. 2013 gewann er mit seiner Band Bluesoul den zweiten Preis bei der renommierten International Blues Challenge – die höchste Platzierung einer europäischen Band in der Geschichte dieses Wettbewerbs.